Als Aafreen Kausers erste beiden Kinder ihre Kindheit hinter sich hatten, war es für sie an der Zeit, ihren Traum in die Realität umzusetzen: etwas Eigenes zu kreieren. Innerhalb von fünf Jahren wurde aus diesem Traum ein Unternehmen mit 18 Mitarbeitern und einem auf der ganzen Welt verteilten Kundenstamm.
Heute 38 Jahre alt, arbeitete Kauser als Online-Dozentin, als sie auf ihre Geschäftsidee kam. „Am Ende eines jeden Monats musste ich meine Studierenden immer daran erinnern, ihre Gebühren zu überweisen“, sagt die Apothekerin, die in Indien geboren wurde und seit 2012 in Wolfsburg lebt. Zusammen mit ihrer Freundin Yasmeen Thimiri — ebenfalls aus Indien und einer in Katar lebenden IT-Ingenieurin — diskutierte sie über Möglichkeiten, die Überwachung von Abonnementzahlungen zu automatisieren.
2018 entwickelten sie die Software und 2019 brachten sie einen Prototyp für kleine Unternehmen auf den Markt. Heute MEINE FUNDBOX hat Transaktionen im Wert von mehr als 12 Millionen Euro abgewickelt und betreut rund 800 Kunden weltweit, die meisten davon in Europa. Als Abrechnungsplattform für Abonnements MEINE FUNDBOX fungiert als Vermittler zwischen Online-Shops oder Unternehmen und Zahlungssystemen wie PayPal, Stripe und GoCardless.
Im Frühling MEINE FUNDBOX nahm teil an der „German Accelerator — Deutschland startet“, eine Initiative von Deutsches Unternehmertum GmbH, unterstützt von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Dieses Programm bietet deutschen Startups Fachwissen und Beratung für die internationale Expansion. Das nächste Ziel für diese Unternehmer ist Expansion in der MENA-Region Region, und sie suchen derzeit Investoren für dieses Unternehmen.
Das Unternehmen hat seinen Sitz in Wolfsburg, Thimiri und das Team operieren von Katar und Indien aus.